Immer wieder Mittwochs…

… blüht die Welt in den tollsten Farben. Dann zeigt mir das Leben, dass es bunt ist . Die Unbeschwertheit dieses kleinen Menschenkindes katapultiert mich in eine andere Welt . Sein Reden, sein Lachen , selbst wenn er mal weint , einfach alles, kann dann kaum erfüllender sein.

Um jede Minute mit Simeon musste ich vor Gericht kämpfen und jeglicher Aufwand steht in keinem Vergleich zu dem, was er mir gibt !

Es ist atemberaubend zu sehen, wie er sich entwickelt, immer wieder neue Dinge entdeckt und mit weit aufgerissenen Augen die Welt durchschreitet. Dieser Durst nach Wissen …

Jeder noch so kleine Augenblick mit Simeon bestärkt mich darin, weiterzukämpfen . Schon mit dem ersten Antrag auf Umgang bei Gericht, habe ich angekündigt, dass für mich das Ziel das Wechselmodell sein wird.

Dabei geht es mir nicht um meinen Egoismus, sondern darum, dass Simeon die Möglichkeit hat aus zwei Welten zu lernen . Es gibt hierzu hinreichend Forschungsergebnisse, die aufzeigen, dass z.b. die Sprachentwicklung und sozialen Kompetenzen bei Kindern in einem Wechselmodell , signifikant besser ausgebildet sind, als bei gleichaltrigen, die im Präsenz -Modell Leben, oder wo beide Kindeseltern noch zusammen sind. Warum soll ich ihm diese Möglichkeit verweigern?

In den nächsten Tagen werde ich damit beginnen , meine Klagebegründung auszuformulieren . Ich bin ausgesprochen traurig darüber , dass es anscheinend keinen anderen Weg gibt, da die Kindesmutter ausschließlich den Anweisungen der Richterin folgt und zu einer offenen Kommunikation bezüglich des erweiterten Umgangs mit Simeon und mir nicht bereit ist.Wir werden sehen, wohin uns dieser Weg führt.

Eins kann ich mit ganz große Gewissheit sagen: ich liebe dieses Kind von ganzem Herzen und über alles . Bis zu dem Tag, an dem ich einmal gehen muss, wird sich dies nicht ändern, egal was wir gemeinsam durchstehen müssen…

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